B.B. and The Blues Shacks

Gespeichert von Webmaster am 14. Dezember 2010 - 22:14

Blues-Event in Partystimmung

Ein Rückblick von Erk Böteführ


B.B. & The Blues Shacks gehören bereits seit Jahren zur 1. Liga der deutschen Blues Bands. Ihr Auftritt in Kellinghusen vor zwei Jahren konnte die Qualitäten der Band unter Beweis stellen. Seitdem haben die Blues Shacks weitere Sprossen der Karriereleiter erklommen. Sie sind mittlerweile europaweit gefragt. Ich war damals beeindruckt von der Dynamik und Energie der Band und hatte deshalb hochgesteckte Erwartungen.
Bevor aber B.B. & The Blues Shacks die Bühne betraten, leiteten Colonel Kowski & The Bad Boys den Abend ein. Und das machte die Band hervorragend. Ich konnte die Kowskis im Laufe der letzten Jahre einige Male hören und sie gefallen mir jedes Mal besser. Mit viel Spielfreude werden Blues und Swing gekonnt zu einer Einheit verschmolzen. Die Musik klingt wie aus einem Guss. Entsprechend wurde ihre Leistung vom Publikum mit langanhaltendem Applaus honoriert.
Routiniert danach B.B. & The Blues Shacks, vielleicht ein bisschen zu routiniert, ein bisschen zu cool. Der Sound der Blues Shacks wird durch die Gitarre dominiert. Im Gegensatz zum letzten Mal wirkten die Improvisationen oft uninspiriert, es fehlten überraschende Wendungen. Rhythmisch zwar hervorragend, hielt der Gitarrist der Blues Shacks zu sehr an den üblichen pentatonischen Skalen fest, nutzte viel zu wenig die musikalischen Möglichkeiten, die der Swing bietet.
Das Bild änderte sich schlagartig als Special Guest Erskine Oglesby die Bühne betrat. Der Saxophonist kann auf eine bewegte Karriere inmitten der ganz Großen der Popmusik zurückblicken. Als Instrumentalist ließ er nicht allzu viel hören, doch als Sänger und Frontman spielte er ein ganzes Leben musikalischer Erfahrungen aus. Unglaublich, über welche Energie dieser Mann trotz seines recht hohen Alters verfügt. Er riss nicht nur das Publikum mit seiner kräftigen Stimme und seinem ausdrucksvollen Gesang mit, sondern auch die Blues Shacks, die sich jetzt voll ins Zeug legten und dem Publikum einen tollen Abend bereiteten.

Gleichsam als Finale wurde der Abend mit einer gemeinsamen Zugabe von den Blues Shacks und Colonel Kowski beendet. Hier beeindruckte besonders Kowskis Gitarrist Axel Noerskau mit einem tollen Solo.