The Blues Band

Gespeichert von Webmaster am 13. Dezember 2010 - 0:17

Entspannte Altmeister zelebrierten den Blues

"Sie werden mit jeder Tour besser", sagte Christian Thiel, Chef von Hypertension Music und Agent der "Blues Band", nach dem Tourauftakt der Gruppe in unserer Ulmenhofschule. Das nimmt zum einen natürlich gleich vorweg, dass "The Blues Band" ein großartiges und umjubeltes Konzert gegeben hat. Zum anderen lässt es auch deutliche Rückschlüsse auf die Qualität der Band zu, denn diese tourt seit mehr als zwanzig Jahren und spielt schon seit langem in der Champions League des Blues. Aber dass die Musiker sich darauf nicht ausruhen, sondern sich immer noch zu steigern versuchen, verdeutlicht den Anspruch an sich selbst, mit dem die Band arbeitet. Und so war es einfach herrlich, was die Altmeister des britischen Blues an diesem Abend geboten haben.


Nachdem sie mit erheblicher Verzögerung den Flughafen Fuhlsbüttel verlassen hatten, trafen sie gegen 19 Uhr in Kellinghusen ein. Und wir hatten unser Vergnügen daran zu beobachten, wie diese Clique von Jungs alberte und erzählte, als hätten sie sich seit Jahren nicht gesehen. Von irgendeiner wie auch immer gearteten Nervosität war nichts zu spüren. Die längst aufgebauten und gestimmten Instrumente auf der Bühne schienen nur darauf zu warten, dass ihre alten Meister ihnen für eine weitere Tournee in ihrer langen Karriere die Sporen geben. Doch die taten dies zunächst sehr zurückhaltend, denn "The Blues Band" begann mit einem akustischen Set. Eigene Songs, legendäre Klassiker und immer wieder neue Solo-Stücke von Dave Kelly, Paul Jones oder Tom McGuiness wurden entspannt, mit viel offensichtlichem Genuss dargeboten und einfühlsam von Rob Townsend am Schlagzeug begleitet. Ihren Humor verloren die Briten dabei nur an der einen Stelle, an der sie den Zuschauern begründeten warum Gary Fletcher diese Tour nicht mitmacht. Sein Sohn ist schwer verunglückt und für Gary Fletcher an musizieren daher nicht zu denken.

Im zweiten Set wurde es dann lauter. Da lebte die Band ihre Spielfreude mal im Stile der siebziger Jahre aus, ein anderes Mal streiften sie den Jazz. Aber jedem Stück gaben die Musiker ihre eigene Note.
Die Zuschauer tobten und feierten die Blues Band mit langem Applaus, aber als Paul Jones die Fans in der Zugabe fragte, welches Stück sie denn noch hören wollten, mochte er dann doch nicht auf Wunsch Nummer eins eingehen und Maggies Farm zu neuem Leben erwecken.
Aber auch ohne Maggie ließ dieser Abend nichts zu wünschen übrig, hatte Kellinghusen ein weiteres Mal große Stars zu Gast, die sich wiederum sehr lobend über das tolle Publikum geäußert haben. Dann gibt es eigentlich keinen Grund, diese Feier nicht beizeiten zu wiederholen!