Michel Birbaek

Gespeichert von Webmaster am 13. Dezember 2010 - 0:02

Michel Birbaek las und erzählte im Bürgerhaus:

Klarer Sieg für den drittbesten Torwart der Welt

Es war sein erstes Auswärtsspiel in Kellinghusen, doch die Einheimischen hatten keine Chance: Wo immer sich ein "dröger" Norddeutscher seinem Charme und Witz in den Weg stellen wollte, wurde er ausgedribbelt oder getunnelt, so dass Michel Birbaek fast nach belieben Punkten konnte.

Dabei hatte der Fußball vernarrte Däne nicht einmal Zeit, sich auf das Spiel vorzubereiten. Seine Zugfahrt von Köln nach Wrist geriet zur Odyssee: Panne, Zug wechseln, Oberleitung kaputt, Zug wechseln. So war es erst kurz vor`m nervös werden, als endlich das Taxi mit unserem dänischen Autor vorfuhr.

Kurzes Kennenlernen, ein paar Kekse und los ging`s. Das Bürgerhaus war gut gefüllt, was bei Lesungen ja auch keine Selbstverständlichkeit ist.

Gleich nach dem Anpfiff machte Michel Birbaek Druck. Eine Steilvorlage nach der anderen plazierte er im Strafraum der Zuhörer und jede versenkte er sicher. Häufig drehten sich seine Geschichten um das runde Leder, das mal von Olson`s Dogge zerfetzt und mal vom völlig untalentierten Sören misshandelt wurde. Selbst Hundchen "Le petit" kam zu Länderspielehren.

Die Inhalte zusammenzufassen oder wenigstens die Pointen zu erwähnen wäre hier aussichtslos. Birbaeks Geschichten sind eine Einheit, leben von jedem Augenblick ihrer Schilderung und lassen sich nicht wie schlichte Witze reproduzieren.

Authentisch, schmutzig und mitten im Alltag zu Hause sind seine Erzählungen. Und wenn sie nicht irgendetwas mit Fußball oder Schreiben zu tun haben, dann geht es um Musik.

Und im Gegensatz zu manch langweiligem und zähem Fußball-Länderspiel nahm Michel Birbaek niemals das Tempo aus der Partie und absolvierte dabei auch noch locker zweimal neunzig Minuten Spielzeit.

Schade nur, dass niemand die Chance hatte, anschließend ein Buch von ihm zu erwerben. Aber ausverkauft ist nun mal ausverkauft. Und so steigerte er wenigstens seinen CD Umsatz ein wenig und das mit dem Buch soll ja auch bald wieder möglich sein. Dann allerdings nur direkt über den Autor. Wer also nachlesen möchte, warum uns der Abend so viel Spaß gemacht hat, reserviere sich doch ruhig schon einmal ein Exemplar unter lachfalten@gmx.de!

Oder ihr wartet ein Weilchen, denn dann wird Michel Birbaek bestimmt wieder einmal zu Gast bei PEP sein!