Joyfull Gospel Sharon Johnsen-Harris

Gespeichert von Webmaster am 12. Dezember 2010 - 23:45

Black church - Atmosphäre in der Ulmenhofschule

Ich war noch nie in Amerika und hatte daher noch nie die Gelegenheit, diese viel zitierte "black church-Atmosphäre" einmal live zu erleben, diese besondere Intensität und Lebendigkeit, mit der die Schwarzen ihre Gottesdienste feiern. Vielleicht ist das seit gestern anders. Was Sharon Johnson-Harris und der Joyful Gospel Chor geboten haben, verwandelte die Ulmenhofschule für ein paar Stunden in ein Gotteshaus, in dem gefeiert, gesungen und getanzt wurde.

Es war bei weitem nicht nur ein Gospel-Konzert, das Sharon und der Chor dargeboten haben: es war ein Glaubensbekenntnis in Liedern. Diese Lieder waren Predigt und Ausdruck ihrer Lebensfreude zugleich. "Die Sängerinnen und Sänger lachten nicht nur auf ihren Gesichtern, sie strahlten auch von innen heraus", wie eine Besucherin aus Itzehoe feststellte.

Musikalisch war ihr Konzert eine gelungene Mischung aus schwungvollen und getrageneren Stücken, immer wieder gewürzt mit den bekannten Gospel-Hits, wie zum Beispiel "Amazing Graze", "Oh Happy Day" oder "Joshua Fit The Battle". Hinzu kamen passend zum ersten Advent Weihnachtslieder wie "Silent Night".

Die stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger sorgten dabei für Abwechslung und Stimmung gleichermaßen, denn die Soli wurden immer wieder von einem anderen Chor-Mitglied vorgetragen. Für einen erfrischenden Druck sorgte darüber hinaus die Band: minutenlange Bass- und Schlagzeugsoli hatte wohl kaum jemand bei einem Gospel-Abend erwartet.

Und dann war da noch Sharon mit ihrer unbeschreiblichen Stimme. Bei dem Versuch, diese Kraft, dieses Volumen und diese Variationen zu beschreiben, bleiben Worte chancenlos. Sharon muss man live erlebt haben!

Was sich vielleicht in Worte kleiden lässt, ist die Beschreibung ihrer Entschlossenheit, denn nicht einmal ein komplizierter Beinbruch mit daraus resultierenden Schmerzen und Gips fast bis zur Hüfte, konnte sie davon abhalten, unserer Einladung zu folgen und sich auf den Weg von Amerika nach Kellinghusen zu begeben.

Abschließend sei unserer Freundin Coretta Stabenow noch einmal herzlich gedankt, denn ohne ihr Engagement wäre Sharon gestern nicht in Kellinghusen aufgetreten!

Oliver Zantow