Colonel Kowski

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PEP-Konzert mit "Colonel Kowski & the Bad Boys" zum Programm-Auftakt

Verzicht auf Gage

als Geschenk zum Jubiläumsjahr

(Beitrag aus der Norddeutsche Rundschau, Ludger Hinz, 07.01.2002)

"Colonel Kowski & the Bad Boys" - der Colonel und die Jungs sind zwar böse, wie sie selber betonen, zeigten sich jetzt aber ganz von ihrer netten Seite: Zum zehnjährigen Geburtstag, den der Kulturverein "PEP" in diesem Jahr begeht, schenkte die BluesBand dem Verein einfach ein ganzes Konzert. Das wurde jetzt in der Ulmenhofschule gegeben, hatte wegen des dicht gedrängten Terminkalenders in das Veranstaltungsprogramm kurzfristig eingeschoben werden müssen.
Die Musiker verzichteten auf ihre Gage und spendeten den dadurch erzielten Erlös dem Veranstalter. Dreimal standen "Colonel Kowski & 'the Bad Boys" schon für PEP in Kellinghusen auf der Bühne, darüber hinaus einmal beim Stadtfest. Da sie zu diesen Gelegenheiten aber immer mit anderen Bands gemeinsam auftraten, wünschten sich viele Kellinghusener einmal ein Konzert allein mit Colonel Kowski und den "Bad Boys". Entsprechend feierten die Zuschauer die Band. Der traditionelle Stil der 40-er und 50-er Jahre, den der Colonel mit seinen Leuten spielte, riss sie zu lang anhaltendem Beifall hin.
Die Stimmung war gut. Von T-Bone Walker bis Muddy Waters reichte das Programm, mit dem die Akteure auf der Bühne aufwarteten. Dabei stellten sie in dem Querschnitt ihres Repertoires hauptsächlich ihre CD vor, die auch den Gruppennamen trägt. Zum Gelingen des Konzerts trug vor allem der amerikanische Gast-Harp-Spieler Tony Ramos mit einigen gekonnten Soli auf seiner Mundharmonika bei. Der in München lebende Musiker, der auch schon mit BluesGrößen wie Jonny Otis und Big Joe Turner zusammengearbeitet hat, wurde extra für den Gig eingeflogen, spielte er doch schon bei der CD-Aufnahme mit.

Axel Nörskau (Gitarre), Horst Braun (Gesang), Dirk Vollbracht (E- und KontraBass), Marc Witte (Piano) und der Namensgeber und Gründer der Band, Werner Franzkowski (Schlagzeug), boten ein beinahe zweistündiges Konzert mit Pfiff und, dem Veranstalter angemessen, Pep. Als Sänger Horst Braun ankündigte: "Wir kommen jetzt zu unserem letzten Stück", taten die Fans lautstark ihre Enttäuschung kund. Braun machte daraufhin ein Angebot: "Ihr könnt uns ja zu mehr herausfordern!" Das ließen sich die Zuhörer nicht zweimal sagen. Mit kräftigem Klatschen und lauten "Zugabe"-Rufen brachten sie die Band dazu, noch einige weitere Titel zu spielen. Ein "schöner und würdiger Auftakt unseres Jubiläumsjahres, der auf viele weitere Highlights hoffen lässt", war am Ende der Veranstaltung das Fazit des PEP-Vorsitzenden Oliver Zantow.