Debus / Taylor

Gespeichert von Webmaster am 9. Dezember 2010 - 0:27

Ein Rückblick von Klaus-Dietrich Brömmer aus Bad Segeberg

Die Ausgangslage: Zum 4. Mal in Kellinghusen bei einem Konzert von PEP. Zum 3. Mal in der Ulmenhofschule. Die Musiker und ihre Musik mehr (Debus) oder weniger (Taylor) bekannt, allerdings nur aus der Konserve und nicht live. Und doch ist alles anders. Ich bin das erste mal als Vorsitzender des 1999 gegründeten Folkclubs Segeberg e.V. hier - also nicht nur Gast sondern auch ein bisschen Spion. Wie machen die das hier? Wäre die Musik auch was für uns?

Das Konzert: Es wird ein ruhiger besinnlicher Abend mit vielen schönen leisen Liedern von beiden Künstlern. Die Zusammenstellung überrascht. Plattdeutsches wird mit Englischem gemischt, wobei sowohl Helmut Debus als auch Allan Taylor in beiden Sprachen singen. Solo-Darbietungen wechseln mit gemeinsam vorgetragenen Songs. Ab und zu wird das Plattdeutsche übersetzt.

"Sixty years ago my father was in the British Navy and Helmut's father was in the German Navy - and now we are singing together." Es folgt ein Lied von Allan Taylor über den Krieg, Soldatenschicksale und Lilli Marleen und danach zweisprachig "Sag' mir, wo die Blumen sind".

Neben nachdenklichen Stimmungsbildern aus dem norddeutschen Flachland und abgeklärten Lebensbetrachtungen aus Brighton gibt es auch Ausflüge in wärmere Gefilde, die eigene musikalische Akzente setzen und die Stimmung auflockern: in die Südsee auf die Marquesa-Insel "Hiva Oa" (Text und Musik Helmut Debus), auf der Jacques Brel und Paul Gauguin begraben sind und mit dem Tod Skat spielen, in Angelina's Cantina (Allan Taylor), wo bei Tequilla und mexikanischer Mariachi-Musik mancher sein zweites Zuhause gefunden hat, oder irgendwo nach Fernost, "wo de Nachtkatten de Nachtuhlen anhulen". Übersetzun-gen ins Plattdeutsche von Phil Colclough's (England) "Song for Ireland" und Lluis Llach's (Katalonien) "L'Estaca" runden das Programm ab, und es kann auch mitgesungen werden - auf jeden Fall bei dem Klassiker "It's Good to See You" (Taylor), bekannt gemacht von Alex Campbell und in einer deutschen Version auf der CD von Hannes Wader und Konstantin Wecker zu finden. Und nach zwei weiteren Zugaben ist dann alles viel zu schnell zu Ende.

Das Resümee: Ein sehr schöner Abend, und wenn mein Vorstand zustimmt und wir einen passenden Termin finden, hole ich die beiden bestimmt nach Bad Segeberg. Und die Art und Weise, wie der Kaffee ausgeschenkt wird, werden wir -leicht abgewandelt- wohl auch übernehmen.