Saitenfest 2002

Gespeichert von Webmaster am 8. Dezember 2010 - 22:51

Gelungenes Konzept, ausgezeichnete Solisten

Das Saitenfest betrachtet von Oliver Zantow

Spät haben wir uns dazu entschlossen, unserem Publikum einen Gitarrenabend anzubieten, aber gute Einfälle kommen ja bekanntlich nie zu spät. Und so freuen wir uns, dass dieses Konzept belohnt wurde, indem so viele Besucher ins Bürgerhaus kamen, um Erk Böteführ, Martin Altmann und Hans Friedrich Pfeiffer zu erleben. Für die Musiker war es ebenso wie für das PEP-Team spannend zu erfahren, ob ein Abend der Gitarre, ein Saitenfest, Zuspruch erfahren würde. Es war ja nicht eben leichte Kost, die an diesem Abend angeboten wurde. Umso schöner daher die große Resonanz und der starke Applaus für die Musiker.

Erk Böteführ eröffnete das Saitenfest mit einem sehr abwechslungsreichen Programm. Der bluesige Groove war ebenso vertreten, wie Instrumentalstücke aus dem Programm seiner Folkband Guitavio und auch die klassische Gitarre kam nicht zu kurz. Erk gelang es, selbst langjährige Zuhörer seiner Musik an diesem Abend noch zu verblüffen, indem er ein Können demonstrierte, das auf diesem Niveau bei Guitavio kaum zum Tragen kommt.

Elegant integrierte er später Katharina Stagneth und Maren Nötzelmann als "special guests" in sein Programm, die so zu ihrem ersten Auftritt vor größerem Publikum kamen und ihre Sache ausgezeichnet machten. Einfühlsam begleiteten Sie Erk und bewiesen, dass sie längst dem Status von Gitarrenschülern entwachsen sind.

Martin Altmann hatte sichtlich Spaß an seinem Solo-Bass-Projekt. Er groovte, funkte und jazzte nach Herzenslust. Virtuos rannten seine Finger über den Lauf der Bassgitarre, wobei sie wie selbstverständlich Rhythmus und Melodie gleichermaßen erzeugten. Wie schon zuvor bei Erk, überwogen auch in seinem gut halbstündigen Programm die Eigenkompositionen.

Dies galt auch für die meisten Stücke, die Hans Friedrich Pfeiffer vorstellte. Er präsentierte in dem insgesamt sehr vielseitigen Programm dieses Abends brasilianische Musik. Und brasilianische Gitarrenmusik bedeutet für ihn in erster Linie Samba und Bossa Nova. Klassische Stücke oder Lieder aus der Welt des Flamenco tauchten daher nur gelegentlich auf in seinem Programm. Auch Hans hatte keine Mühe, das Publikum von seinem ausgezeichneten Spiel zu überzeugen. Selbst dass es mittlerweile nach 23 Uhr war, als das Konzert sich dem Ende neigte, hielt die Zuschauer nicht davon ab, mehrere Zugaben von ihm zu fordern.

So dürfte als Fazit dieses erfolgreichen Saitenfestes wohl schon feststehen, dass eine Neuauflage unausweichlich ist.