PEP-Geburtstag

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 19:25

10 Jahre PEP-Kulturverein

Danke! Vielen, vielen Dank!
Unsere Jubiläumsfeier wurde zu einem großartigen Fest, das alle Wünsche noch übertroffen hat.

Unser erstes Dankeschön geht an die Musiker dieses Abends. Alle Interpreten sind auf dieser Veranstaltung für ein Niedrigst-Honorar, für die Fahrtkosten oder sogar ohne jede Aufwandsentschädigung aufgetreten. Und das an einem Samstagabend Ende Oktober, zur besten Sendezeit für Musiker sozusagen. Wir wissen das sehr zu schätzen und freuen uns enorm über die Anerkennung, die sie daher schon allein durch ihre bloße Anwesenheit zum Ausdruck gebracht haben.

Und im gleichen Atemzug sei die Bewunderung zum Ausdruck gebracht über die Perfektion und Souveränität, mit der Bernd und Olli den Abend technisch betreut haben. Elf Künstler gaben sich nacheinander das Mikrofon in die Hand und nicht ein einziges Mal kam es zu Störungen oder Verzögerungen. Das war eine brillante Leistung der beiden!

Zum Programm-Beginn sorgte Guitavio dann für einen fulminanten Start in die lange Party-Nacht. Schwungvoll und dynamisch eröffneten Sie das Programm, baten Gastmusiker mit auf die Bühne und sorgten mit bluesigen Stücken auch musikalisch für eine erste Überraschung. Corettas Duett mit Bassist Tobi Hübner sorgte schon um 19 Uhr für das erste Gänsehaut-Erlebnis!

Anschließend begeisterte H.P. Lange erneut die Zuschauer. Er hatte sich eigens für unsere Geburtstagsfeier nachmittags auf den Weg von Dänemark nach Kellinghusen gemacht und fuhr nachts wieder zurück. Um dabei sein zu können verschob er sogar die Planungen für eine England-Tour.

Charly Schreckschuss sorgte mit seiner Band ebenfalls für große Begeisterung. "Jetzt gibt`s was auf die Ohren!", sagte er, machte Dampf und zugleich deutlich, wie abwechslungsreich der Abend verlaufen würde.

Der prominenteste Gast dieses Abends war zweifellos Hannes Wader. Er war der erste große Star, den wir (1995) engagierten, er leitete eine neue Ära in unserem Veranstaltungsprogramm ein und es war ein großartiges Geschenk, dass er auch in dieser Nacht dabei war.

Das Gleiche gilt für die Jungs von Liederjan. Seit vielen Jahren treten sie regelmäßig bei uns auf, gehören quasi zum Inventar von PEP. Und neben unvergesslichen Konzert-Erlebnissen haben wir insbesondere Anselm auch so manchen kollegialen Rat zu verdanken.

Ebenfalls zu den ganz alten Freunden von uns gehört Helmut Debus. Er war der erste professionelle Musiker, den wir damals engagierten und ist seitdem ebenfalls regelmäßig bei uns zu Gast. Mit seinen ruhigen, gefühlvollen Liedern setzte er auch an diesem Abend wieder Akzente. Davon abgesehen habe ich das erste Mal ein Lied in hochdeutscher Sprache von ihm gehört.

Einer, der ebenfalls nicht fehlen durfte, war Tom Shaka, gehört er doch mit seinen Auftritten zu den Verantwortlichen dafür, dass der Blues zu einer festen Größe unseres Programms geworden ist.

"Um nichts in der Welt wollten wir dieses Fest verpassen!", sagte Sängerin Pam Naylor zu Beginn des Beitrages von Drones & Bellows. Um bei unserem Geburtstag mitfeiern zu können, sagte die Band sogar einen bereits vereinbarten Termin ab!!

Liebe auf den ersten Blick war es bei Julian Dawson. Er stand zwar erst einmal auf der PEP-Bühne, hat uns aber vor, während und nach dem Konzert dermaßen beeindruckt, dass wir ihn in unserem Programm nicht mehr missen möchten.

Nach Julian Dawson trat unser Freund Abi Wallenstein auf. Er stellte zunächst neue Songs vor und formierte dann nach und nach eine Session-Band um sich herum, in der unter anderem Julian Dawson und Tobi Hübner mitspielten.

Die Blues Guys & Die Guiness Horns sorgten dann zum Abschluss der Party in tiefer Nacht noch einmal für Druck und Stimmung. Doch mit ihrer aufwendigen Darbietung (sie spielten mit vollem Bläsersatz) ist ihr Auftritt bei weitem noch nicht ausreichend gewürdigt. Ihre Zusage bedeutete beispielsweise, dass ein Musiker eigens aus Berlin anreisen musste, ein anderer für eine Nacht einen Workshop unterbrach, auf dem er am nächsten Morgen um 1o Uhr wieder gebraucht wurde. Doch damit noch nicht genug: Wenige Tage vor unserer Feier musste Mikele, der stimmgewaltige Sänger, aus gesundheitlichen Gründen alle Konzerte für den Rest des Jahres absagen. Kurzerhand stellten die Blues Guys ein Programm mit der albanischen Sängerin Juli zusammen, die bereits für ein paar Gastauftritte mit der Band bestritten hatte. Und so spielten die Blues Guys, Juli sang und tanzte sich die Seele aus dem Leib und die Fans feierten. Besonders schön war, dass Mikele trotz seiner Stimmenprobleme mitkam und mitfeierte.

Müsste man diesem Abend allerdings einen Wehrmutstropfen zuteilen, so ist zu bedauern, dass die Blues Guys etwa eine Stunde später als geplant auf die Bühne kamen. Die durch die Zeitumstellung geschenkte Stunde zwischen zwei und drei Uhr erlebten dann nur noch wenige Fans mit. Zugunsten der Blues Guys hätten wir an anderer Stelle etwas weniger großzügig mit unserer Zeit umgehen sollen.

Die Kondition, die unsere Zuschauer allerdings an diesem Abend zeigten, ist Anlass für das nächste Dankeschön. Wir haben uns mächtig gefreut, dass alle Karten für diese Nacht verkauft wurden, ohne dass wir den Namen auch nur eines einzigen Künstlers veröffentlicht haben. Und von 18:3o Uhr bis weit nach 2 Uhr war die Ulmenhofschule voller Fans handgemachter Musik. Ohne Tiefpunkt, ohne Pause wurde jeder Künstler gefeiert.

Den nicht-musikalische Höhepunkt erreichten wir um kurz nach zwölf, als unsere beiden riesigen Geburtstagstorten wunderkerzenbeleuchtet in den Saal getragen wurden. Es war uns wichtig, diesen Moment zu nutzen, um unseren Sponsoren zu danken, allen voran der Sparkasse in Steinburg.

Die Konditorin Corinna Jansen hatte uns nicht nur zwei enorm große Torten gebacken, sie hat diese auch noch kunstvoll mit Zuckerguss gestaltet. So entwarf sie das PEP-Logo, eine Bühne und zwei Schilder, auf denen alle Unternehmen und Personen erwähnt wurden, die uns anlässlich unseres Jubiläums eine Spende zukommen lassen haben.

Die beiden Sparkassen-Vertreter Herr Spötter und Frau Butzke schnitten die Torte an und bekamen die ersten Stücke. Anschließend durften dann alle Besucher ein Stück Geburtstagstorte naschen.

Allen unseren Sponsoren und Spendern auf diesem Wege noch einmal ein recht herzliches Dankeschön!!

Geschenke, Spenden und Glückwünsche haben wir auch während der Feier noch erhalten. So versüßte die Weinhandlung Wolfgang Werdt uns mit einem Präsent das nächste Vorbereitungstreffen, Boy und Petra Möller überraschten uns mit einem Korb voller Kekse, die alle eine Zehn darstellten. Von einer Gruppe von PEP-Freunden aus Barmstedt, Kaltenkirchen und Umgebung bekamen wir eine Glückwunschkarte mit einer Geldspende. Und als Vertreter der Stadt Kellinghusen überbrachte Herr Haugk Grußworte, einen großen Blumenstrauß und eine Ehrenurkunde, in der die Stadt Kellinghusen zum Ausdruck bringt, wie stolz sie auf PEP ist.

Über diese Anerkennung freuen wir uns nicht nur sehr, wir möchten unsererseits an dieser Stelle gerne deutlich machen, wie angenehm und problemlos sich unsere Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gremien der Stadt gestaltet!

Neben all diesen Geschehnissen vor und auf der Bühne, fand auch hinter der Bühne eine schöne Geburtstagsfeier statt. Da trafen Musiker nach langer Zeit wieder einmal zusammen oder lernten sich endlich persönlich kennen.

Für den kulinarischen Rahmen sorgten dieses Mal nicht nur die PEP-Aktiven mit zahlreichen Salaten und Süßspeisen, damit unsere Helfer ein bisschen mehr Zeit zum Feiern bekamen, übernahm die Fleischerei Andreas Quandt die Versorgung der Gäste. Die Zusammenarbeit verlief wieder einmal prima und das Essen schmeckte ebenso!

Für eine schöne Atmosphäre in der Aula der Ulmenhofschule sorgte Thomas Fuchs, der mit einer großen Fotoausstellung viele Konzertabende in Erinnerung rief.

 

So reiht sich ein Eindruck an den anderen und das wunderbare Erlebnis dieser Nacht lässt sich dennoch auch in einem langen Artikel kaum in Worte fassen. Solch einen Abend muss man vielleicht doch erleben, um die Wirkung nachvollziehen zu können.

Oliver Zantow