Lydie Auvray

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 18:36

Lydie Auvray
oder
Wie man Landschaften mit dem Akkordeon zeichnet

 

Rückblick auf das Pep-Konzert vom 22.02.2003 von Hans Pfeiffer

 

Hände fliegen über ein weißes Akkordeon und entführen das staunende Publikum in die Landschaften der französischen Provence - endlose Alleen, von Lavendelfeldern begleitet, werden hörbar, werden sichtbar. Und wenn Lydie Auvray, die Meisterin des Knopfakkordeons, eine Musette anstimmt, dann wird der Zuhörer in die längst vergangenen Zeiten der Pariser Straßencafés zurückversetzt.  Wenige Minuten später wird der Zuhörer auf die Karibik-Insel Martinique mitgenommen, nun bestimmen Leichtigkeit, Rhythmus und Lebensfreude das Konzert.

Lydie Auvray und ihre 4-köpfige Band spielen nicht einfach nur Musik - sie erschaffen Stimmungen und Bilder, zeichnen Landschaften und Menschen. Faszinierend hierbei ist die nahtlose Integration des Akkordeons in die karibische Musikwelt, denn das Akkordeon gehört sicher nicht zu den traditionellen Instrumenten dieser Region. Lydie Auvray wurde hierbei von ihrer Band sehr feinfühlig begleitet - es lohnte sich, auch dem Spiel des Keyborders mehr Aufmerksamkeit zu schenken, dem Gitarristen genauer zuzuhören. Die Begleitung war sorgfältig, reich an kleinen Details und in sich stimmig, so dass ein hervorragendes und überzeugendes Klangbild entstand.

Über das gesamte zweistündige Konzert hinweg schaffte es Lydie Auvray mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit, das Publikum an sich zu fesseln. Mit viel Beifall und erst nach mehreren Zugaben wurde sie vom Publikum verabschiedet.

Es war ein großartiges Konzert, so dass nur zu hoffen bleibt, Lydie Auvray demnächst wieder in Kellinghusen erleben zu können.

 

Merci et  à bientôt, Lydie Auvray.