Women on stage

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 18:04

Women on stage

Ein Rückblick von Hans Pfeiffer

Neues Jahr - neues Glück ? Die diesjährige Konzertreihe des Pep-Kulturvereins begann erneut mit einem Konzertabend unter dem Motto :

"Women on stage", auch dieses Mal hochkarätig besetzt mit Sara K. ( USA), Debbie Cassel ( GB ) und Kerstin Blodig ( D ).

Eröffnet wurde der Abend mit der Britin Debbie Cassell, die sich selbst auf der Gitarre begleitet hat. Ihre Songs können dem Bereich Folk zugeordnet werden, daher war es für mich besonders überraschend, dass es eben nicht einfach eine in der Folk-Musik sonst übliche Gitarrenbegleitung war, sondern dass sie ihre Stücke mit zahlreichen Jazz-Skalen verziert hat - eine solch ausgefeilte und intelligente Begleitung findet sich bei Solo-Künstlern nur selten. Zusammen mit ihrer Stimme und ihrem locker fröhlichen Umgang mit dem Publikum hat sie schon zu Beginn ihres Auftrittes das Publikum für sich gewonnen.

Das Programm von Kerstin Blodig war nicht weniger interessant : ihr Schwerpunkt liegt auf nordische Folklore der ganz besonderen Art. Es waren Lieder von Trollen, die den Menschen ins Verderben bringen wollten und von Frauen, die den Falschen heiraten sollten - mal ging's gut aus, mal nicht. In humoristischer Weise erzählte sie die Geschichten, die sie dann auf norwegisch vortrug. Auch bei ihr war ich überrascht, was Kerstin Blodig hier an Gitarrenbegleitung präsentierte : es war moderne und hochklassige Gitarrenkunst. Wer es nicht gehört oder gesehen hat, dem läßt sich kaum beschreiben, welchen Zauber Kerstin Blodig ihrer Gitarre entlockt hat und mehrmals applaudierte das Publikum nach einer Solo-Einlage. Folklore in dieser modernen Weise zu bearbeiten und so perfekt und mühelos zu präsentieren - das läßt sich schon als genial bezeichnen.

Sarah K. war sicher der Höhepunkt des Abends - mit ihrer unvergleichlichen Stimme, begleitet von einer 4-saitigen Gitarre, hat sie den Raum in eine ruhige Atmosphäre getaucht, ohne hierbei jemals ihr Publikum "zu verlieren". Ihr Repertoire reichte von Folk bis Blues, jeweils hervorragend gesungen und ebenso hervorragend auf dieser seltenen Gitarrenart begleitet. Ihre einfühlsamen Stücke wurden beizeiten durch rhytmisch anspruchsvollere Lieder ergänzt. Auch hier dankte das Publikum stets mit langem Applaus.

Zum Abschluß des Konzertes haben die drei Künstlerinnen gemeinsam einige Lieder gesungen, zum Teil auch in a capella. Die Folge ? Mehrfache Zugaben !

Neues Jahr - neues Glück ? Das hat der Pep-Kulturverein wahrlich gehabt bei der Durchführung dieses Konzertabends : die Ulmenhofschule war bis auf den letzten Platz belegt, die Künstlerinnen des Abends herausragend, und der Applaus am Schluß nicht enden wollend.

Und nächstes Jahr ? Hoffentlich ein "Women back on stage".