Inga Rumpf

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 17:56

Stern-Stunde im PEP-Programm

Nach fast sechs Jahren war Inga Rumpf endlich wieder einmal bei uns zu Gast. Und mit was für einem beeindruckenden Konzert! Begleitet von Thomas Biller am Kontrabass und Joe Dinkelbach am Flügel bot sie ein ebenso vielseitiges wie tiefgründiges Programm, das viele neue Stücke enthielt. In diesem zum großen Teil sehr persönlichen Liedern stellt sie sich spirituelle Fragen, setzt sich mit dem Tod und vielen anderen prägenden Einflüssen auseinander. Melodisch, intensiv und mit gewohnt brillanter Stimme trägt sie ihre Lieder vor. Trotz der Ernsthaftigkeit ihrer Stücke entsteht jedoch keine getragene Stimmung. Dafür versprüht Inga zu viel Lebensfreude und ist ihr Blues zu groovig. Das gilt besonders für die Lieder, die sie auf der Gitarre begleitet, welche sie sich ursprünglich mal mit Vince Weber gemeinsam in Amerika gekauft hat, die Vince dann Abi Wallenstein abtrat und die jener auch spielte, bis Inga für sich beschlossen hat, dieses wundervolle Instrument erst einmal mit auf Tour zu nehmen.

Die Zuschauer in der voll besetzten Ulmenhofschule quittierten jedes Lied – unabhängig davon, ob mit oder ohne Gitarrenbegleitung - mit kräftigem Applaus, forderten schließlich eine Zugabe nach der anderen und verabschiedeten Inga am Ende mit stehenden Ovationen.

Es war ein Gänsehaut-Erlebnis, als sich zum Schluss des Konzertes alle von ihren Plätzen erhoben und Inga feierten.

Aber an diesem Abend stimmte einfach alles. Das galt natürlich auch für den Sound, den Bernd Pahlke (wieder einmal) perfekt eingestellt hat – auf der Bühne ebenso wie im Saal. Und das traf ebenso für das Catering zu, für das Andrea Zantow (wieder einmal) Lobeshymnen erntete. In Anbetracht dieses schönen Abends brauchen wir wohl keine weiteren sechs Jahre zu warten, ehe wir Inga Rumpf in Kellinghusen wiedersehen...