TORFROCK

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 17:50

Torfrock-Party, 3. Akt

 

Wenn in Torfmoorholm zur Einwohnerversammlung gerufen wird, ist es egal, ob irgendwo ein Weinfest oder sonst irgendetwas los ist, dann ist der Saal voll, dann kommen die Wikinger Holsteins aus allen Himmelsrichtung angelaufen. Wenn Odin es dann auch noch gut meint und für günstige Wetterverhältnisse sorgt, steht der Party nichts mehr im Wege.

So wurde dann auch der 3. Akt unserer Aufführung „Torfrock in Kellinghusen“ ein bombastischer Erfolg. Die Band freute sich auf das Wiedersehen ebenso wie die Fans.

Raimond und Klaus hatten auch wieder ein großes Hit-Paket geschnürt. Rollo, Renate, Karola, Bernhard und Co: Alle kamen sie zum Einsatz. Der Torf wurde wieder gestochen, auf der Butterfahrt gesoffen – so lange, bis das Kettenhemd wieder passte. Beinhart ging es zur Sache. Rhythmisch. Rockig. Und inhaltlich mit gewohnt anarchischem Augenzwinkern.

Gelegentlich mischten die Bagaluten einige „Newies“, wie Klaus sie nannte,  mit ins Programm. Dazu gehörten „Gerner Werner“ und „Freie Bahn“, beides Beiträge zu dem aktuellen Werner-Film „Gekotzt wird später“. Aber geprägt wurde das Programm natürlich vom Trunkenbold, der Wildsau, dem Boxer oder Willi, der Ratte. Die Fans kannten jedes Lied auswendig und sangen nach Kräften mit. Das galt erstaunlicherweise auch für die recht große Fraktion der jüngeren Anhänger, die sich – um besser sehen zu können – vor der Bühne versammelt hatten, ehrfurchtsvoll nach oben starrten und ihre Stars beobachteten. Einige Reihen hinter ihnen tanzten die Kerls unter den Plastikhelmen, schwitzten in ihren Fellumhängen und schwangen vor Begeisterung ihre Schwerter und Äxte. Wer eine Pause brauchte, ging nach draußen und stärkte sich mit einer Bratwurst und/oder einem frisch gezapften Bier.

Und irgendwie wollte es keiner wahrhaben, wie schnell die Zeit verflogen ist und die selbst die Zugaben abgearbeitet worden sind. Zum Schluss sangen Raymond, Klaus, Olliwood und Volker – der neue Kollege am Bass – noch „Torfmoorholm geht penn“, was die Versammlungsauflösung allerdings nicht vereinfachte.

 

Und wie sah es hinter den Kulissen aus?

Auch als Veranstalter konnten wir diese Party ganz entspannt mitfeiern. Wir hatten insgesamt über 3o Helfer im Einsatz, die seit 11 Uhr vormittags für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Neben der PEP-Crew halfen erneut etliche Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Itzehoer AVS mit. Vor dem Konzert waren sie als Parkplatzeinweiser tätig, während der Show als Ordner und hinterher bauten sie bis in die Nacht die Bühne ab und halfen, aus dem Konzertsaal wieder eine Schule zu machen.

Mit den Leuten von GrandPA hatten wir erfahrene Techniker an unserer Seite, unsere Helfer sorgten an fünf Getränkeständen dafür, dass keiner lange auf sein Bier warten musste und die Musiker genossen in der Garderobe wieder einmal das opulente Buffet, das unsere Catering-Crew gezaubert hat.  

Während des Einlasses kontrollierten wir jeden Besucher, um zu verhindern, dass Flaschen und Dosen in die Halle gelangen. Und während des Konzertes waren wir an allen wichtigen Stellen mit Ordnern präsent. Unauffällig genug, um die Party nicht zu stören, aber auch auffällig genug, um wahrgenommen zu werden.

Und so konnten wir alle einen Abend genießen, der selbst die Party erprobten Torfrocker schwärmen ließ. So ein tolles Publikum hätten sie selten irgendwo erlebt.

Dann sollte dem nächsten Akt ja nichts entgegenstehen...

Oliver Zantow