Michel Birbaek

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 17:45

Die letzte Seite zuerst. Oh Mann!

Michel Birbaek war endlich wieder bei uns

 

„Wenn das Leben ein Strand ist, sind die Frauen das Mehr.“ So heißt der neue Roman von Michel Birbaek. Er erzählt aus dem Leben eines Drehbuchautors, der auf der Suche nach Miss Right ist. Er dachte, er hätte sie schon gefunden. Doch dann ließ sie ihn sitzen. Und nun traut er sich nicht mehr in seine eigene Wohnung und verbringt seine Nächte auf Partys und in wechselnden Betten... Viel Tempo, viel Sex, viele Lästereien über das Showgeschäft. Und viel Spaß beim Lesen!

Ich zumindest habe seinen Roman mit großem Vergnügen gelesen. Immer wieder musste ich über Vergleiche lachen, konnte mich über Sprüche amüsieren. Es sei also wärmstens empfohlen, das Buch. Michel selber hat sich ja nur wenige Sätze entlocken lassen über sein neues Baby. Und das, obwohl er uns fast drei Stunden prächtig unterhalten hat bei seinem zweiten Auftritt im Bürgerhaus. Aber von seinem neuen Roman wollte er eben nicht allzu viel verraten, den sollte jeder selber lesen. Er meinte, es nimmt die Spannung, wenn er zu viel verrät. Und so blieb es beim Klappentext. Und bei dem Ansichtsexemplar, das er durch die Reihen des voll besetzten Bürgerhauses wandern ließ. Wahrscheinlich hat er aber selbst dies noch bereut. Denn es hat ihn nachhaltig frustriert, dass eine junge Zuhörerin seinen Roman in die Hand nahm und als erstes die letzte Seite aufschlug. Die letzte Seite! Wo er sich doch so viel Mühe gegeben hat mit den ersten 426 Seiten seines Buches. Und sie sieht sich gleich den Schluss an!!

Nachdem er sich von diesem Schock erholt hatte, stellte er zunächst noch einmal einige der Geschichten seiner CD „Lachfalten“ vor. Obwohl er sie auch schon bei seinem letzten Besuch vorlas, ging das in Ordnung. Michel hatte vorher per Handzeichen abgefragt, wer auch bei der letzten Lesung schon dabei war. Es waren nur etwa 1o. Also ließ er seine Kindheitsgeschichten erneut aufleben. Den Zuschauern hat es gefallen, der Applaus fiel entsprechend aus. Natürlich gab es danach auch etliche neue Geschichten. Kürzere, längere, aus dem Showgeschäft, über Horrorfilme und Übersetzungsmaschinen.

Am Ende wurde Michel dann – überwiegend von Frauen – umlagert. Er plauderte, verkaufte und signierte. Und schließlich hatte er doch alle mitgebrachten Exemplare seines neuen Romans verkauft. Obwohl er gar nicht daraus vorgelesen hat. Er kommt halt irgendwie an, der schelmische Däne, der in Köln lebt und nun endgültig aufgehört, Fußball zu spielen. Und für die, die keinen Roman mehr abbekommen haben, gibt es ja schließlich noch unsere Buchhandlung Köhlmann...

Schon im nächsten August soll er übrigens seinem Verlag den nächsten Roman vorlegen. Er glaubt zwar nicht daran, dass er es schafft, den bis dahin fertig zu haben. Aber wir drücken schon mal die Daumen. Denn dann kommt er vielleicht ja auch bald wieder nach Kellingusen.

Oliver Zantow