Klaus Hoffmann

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 3:40

Klaus Hoffmann : Der Mann, der fliegen wollte

 

Rückblick von Pep-Mitglied Hans Pfeiffer

 

Als Klaus Hoffmann vor drei Jahren versprach, er werde wieder kommen, haben wir von PEP kaum gewagt, daran zu glauben – schließlich ist Klaus Hoffmann einer der besten Chansonniers unseres Landes und nur schwer für ein Konzert in Kellinghusen zu gewinnen. Aber er kam tatsächlich, erneut in Begleitung seines Pianisten Hawo Bleich und wieder mit einem hervorragenden Programm.

Klaus Hoffmann las Passagen aus seinem neuen Buch „Der Mann der fliegen wollte“ vor. Es ist eine literarische Reise in seine Heimatstadt Berlin, wo der derKlaus Hoffmann arbeitslose Schauspieler Rafael Engelmann auf den alten Serje Kroll trifft, einen russischen Komödianten, der vor 1933 in Berlin lebte. Mit ihm zusammen zieht er nochmals durch die Strassen seiner Kindheit, beide durchleben noch einmal die unbeschwerten Zeiten ihrer Jugend. Schließlich stirbt der schwerkranke Kroll und Engelmann trägt ihn zu Grabe, immer noch auf der Suche nach dem Schlüssel zum Glück.

Auch wenn die Thematik eher düsteren Charakter trägt, so war die Lesung mit vielen humorvollen Szenen angereichert, und so entstand eine leichte, fröhliche Stimmung. Nur wenn Klaus Hoffmann die Lesung durch eines seiner Lieder unterbrach, kam eine schwermütige Stimmung ans Licht : Lieder von verlorener Kindheit, von Erinnerungen an Zeiten, die so nicht mehr wiederkehren werden, von Träumen, die nie Wirklichkeit wurden.

Die Begleitung der Stücke durch Hawo Bleich am Piano war einfallsreich und einfühlsam. Auch hier zeigte es sich – ich habe diesen Punkt schon in anderen Rückbetrachtungen gestreift -, dass gute Musik auch mit wenig Technik und wenigen Instrumenten auskommt, und dennoch seine Wirkung auf den Zuhörer nicht verfehlt : mal komisch, mal humorvoll, dann wieder nachdenklich, ein anderes mal bedrückend.

Was übrig bleibt, ist der Wunsch nach „mehr“.

Vielleicht klappt es ja.