The Blues Guys

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 1:52

Mit den Blues Guys spielte die erste Band in der Sattlerschule

Gelungener Auftakt  

Wir waren nicht sicher, ob der Saal der Sattlerschule für Rockkonzerte geeignet ist. Er ist groß. Er ist schlicht und schön. Aber wie steht es mit dem Hall? Seit gestern wissen wir, dass der Saal funktioniert. Die Blues Guys und die Guinness Horns haben ihn auf Herz und Nieren geprüft. Und auch in dieser Halle gelingt es unserem Techniker Bernd Pahlke, einen tollen Sound hinzubekommen.

Auch die Zuschauer haben den Weg in die Sattlerschule gefunden. Zwar haben etliche erstaunt gefragt, warum diese Bluesnacht nicht in der Ulmenhofschule stattfindet, die Stimmung war am Ende jedoch genauso toll wie dort. Am Stehtisch vor dem Tresen, abrockend vor der Bühne oder auch sitzend: Jeder konnte die Blues Guys so genießen, wie er es am liebsten hatte.

Aber genossen hat sie mit Sicherheit jeder an diesem Abend. Gewohnt dynamisch waren die Herren Musiker bei der Sache, schwungvoll und abwechslungsreich war – wieder einmal – ihr Programm.

Sänger Michael Fanger kam eigentlich gesundheitlich angeschlagen nach Kellinghusen. Gemerkt hat man davon nichts. Er riss die Zuschauer mit und verausgabte sich bis zur letzten Zugabe. Die Zuschauer bedankten sich mit Gejohle und stürmischem Applaus.

Zum weiteren Publikumsliebling avancierte erneut „Sexy Seppl“ Sebastian Scheil am Saxophon. Jedes seiner zahlreichen Soli wurde ausgiebig bejubelt.

Im Grunde jedoch ist es unredlich, einzelne Musiker dieser Band hervorzuheben. Die Truppe besticht auf der Bühne, wie auch dahinter, durch ihr homogenes Auftreten. Die Stimmung ist ausgelassen, man spürt die Spielfreude bei jedem Stück. Und ihr hohes Maß an Professionalität. Alle Musiker beherrschen ihre Instrumente perfekt, sind hervorragend aufeinander eingespielt und in jedem Genre zuhause. So sind Funk-, Soul- und Rocksongs ebenso feste Bestandteile ihres Programms wie die Bluesnummern.

Immer wieder sind einige der ganz großen Hits der Rockgeschichte zu hören, doch immer haben die Blues Guys ihren eigenen Stil eingearbeitet. Das gilt für „Mustang Sally“ ebenso wie für „Route 66“, für „Everybody needs somebodey“ ebenso wie für „Proud Mary“. Ganz besonders galt dies auch für die Geschichte des „Gigolo“.

Über zweieinhalb Stunden rockten die Jungs über die Bühne und gerne auch mal durch den Saal, dann neigte sich die Party dem Ende. Allerdings nur ganz allmählich. Denn das Publikum holte an diesem Abend mehr Zugaben heraus, als auf der Setliste standen.

Die Feuertaufe hat der Saal der Sattlerschule damit bestanden. Nun sind wir gespannt, wie viele Stühle hineinpassen. Das werden wir dann ausprobieren, wenn in zwei Wochen unser Freund Hannes Wader auftritt...