Bernard Allison

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 1:36

Bernard Allison rockte die Ulmenhofschule

Energiegeladen

Energized – Energiegeladen: So heißt nicht nur das neue Album von Bernard Allison, so trat er auch in der Ulmenhofschule auf. Und das, obwohl die äußeren Umstände dies wahrlich nicht erwarten ließen. Er war direkt aus den USA angereist, stieg zu Hause bei über 40 Grad ins Flugzeug und fand sich schließlich im tiefen norddeutschen Winter wieder. Und so gestand er auch ganz unverblümt, dass er weder wisse, wo er eigentlich sei, noch wie spät es ist.

Der überraschende März-Winter hat dann auch noch dazu geführt, dass die Busfahrt von Frankfurt wesentlich mehr Zeit in Anspruch nahm als vorgesehen. Glatteis und Stau führten dazu, dass dieses das erste Konzert werden sollte, bei dem die Zuschauer vor dem Künstler in der Halle waren. Die Zeiger standen auf kurz vor acht als der große Tourbus schließlich vor der Ulmenhofschule anhielt. Dann bekamen die Zuschauer aber demonstriert, wie schnell ausladen, aufbauen, Soundcheck und Licht einstellen gehen kann. Noch vor neun begann die Show. Die dann aus den gleichen Gründen zu einer Exklusiv-Veranstaltung für die Hardcore-Fans wurde. Etwa 100 hatten sich vor die Tür getraut und sich trotz spiegelglatter Straßen auf den Weg gemacht. Die haben dann aber auch eine tolle Show erlebt!

BA begann für seine Verhältnisse eher verhalten, steigerte sich im Laufe des Abends aber zusehends. Er schien nicht müde zu werden, sondern mit jedem Stück mehr aufzuleben. Und bestechend seine Bühnenpräsenz. Sein freundliches Auftreten, sein exotischer Hut mit den beiden Schlangenköpfen, sein Namenszug auf dem Griffbrett seiner Gitarre, seine Nähe zum Publikum: Bernard Allison, der sympathisch Extrovertierte, begeisterte seine Fans. Er wanderte mit seiner funkverstärkten Gitarre durch die Ulmenhofschule oder unterhielt sich mit seinem Instrument. Dabei entlockt er der E-Gitarre wirklich Töne, die nicht mehr viel Fantasie voraussetzten, um dem Gespräch folgen zu können.

Bejubelt wurde BA auch, wenn er mit Leichtigkeit durch die verschiedenen Stile des Gitarrenspiels wanderte. Immer hört man bei ihm Jimi Hendrix und Steve Ray Vaughn heraus. Oder auch Muddy Waters. Aber dann spielte er plötzlich „Smoke on the water“ an, um Sekunden später im typischen Sound von ZZ Top weiterzurocken. Ebenso spielte er mit den Melodien von „Amazing grace“ oder „When the saints“. Die Zuschauer haben Schnee und Eis längst vergessen, sie tanzen und feiern die Band. Und zwar alle Musiker. Denn auch seinen Kollegen räumt Bernard Allison genügend Zeit ein, ihr Können unter Beweis zu stellen. Andrew Thomas lässt mit seinem Schlagzeug-Solo frenetischen Beifall aufkommen, Mike Vlahakis (Keyboards) und Jassen Wilber (Bass) stehen ihm in nichts nach.

„Higher Power“ steht neben Bernards Konterfei auf der Bass-Drum. Higher Power war es auch, was die Zuschauer geboten bekamen.

Und nach der Show blieb kein Autogrammwunsch unerfüllt, stapfte kein Fan unzufrieden durch den Schnee nach Hause.

Auch wenn wir an diesem Abend durch die Verzögerungen nicht die gewohnte Zeit für Gespräche fanden, soll eine Geschichte nicht unerwähnt bleiben. Keyboarder Mike Vlahikis liebt Eisbein und er wünschte sich so sehr, ein traditionelles Rezept mit nach Hause zu nehmen. Elke aus unserem PEP-Team ist gelernte Köchin und hat ihm natürlich auch gleich aufgeschrieben, wie man dieses Gericht zubereitet.

Wer aber noch weitere Tipps oder Rezepte beisteuern möchte, kann diese über Bernards Homepage www.BernardAllison.com an Mike schicken.

Wär doch gelacht, wenn wir als Norddeutsche ihm nicht mit der Zubereitung von Eisbein, Sauerkraut und Erbsenpüree weiterhelfen können!

Und außerdem sollen die Jungs uns doch in guter Erinnerung behalten und bald mal wieder vorbeischauen. Aber dann bitte bei besserem Wetter!!

 

Oliver Zantow