Inga Rumpf

Gespeichert von Webmaster am 7. Dezember 2010 - 1:13

Stimmungsvolles Konzert in der Kirche

Rainer Werdt zum Konzert von Inga Rumpf

Mit Inga Rumpf hatten wir am 01.12.06 eine alte Bekannte bei uns zu Gast. Bereits zweimal hat sie uns mit dem Joja-Wendt-Quartett begeistert und zwar 1996 und 1998. 2004 stellte sie mit ihrem Trio bereits einige Stücke bei uns vor, die nun auf der CD "Easy in my soul" vorliegen. Darunter das Stück "Sternenzelt", das damals bei uns live mitgeschnitten wurde. Ich, nicht nur als Veranstalter, sondern auch als absoluter Fan, freute mich besonders auf das Konzert, das diesmal in der Kellinghusener Kirche St. Cyriacus stattfand. Es war für uns erst die zweite Veranstaltung in der Kirche; so gab es noch vieles zu bedenken. Für mich stellte sich die Frage "Wie viele Karten können wir an der Abendkasse noch verkaufen?". Dadurch bedingt, dass viele Gäste sich erst am letzten Tag entschieden haben, Karten zu reservieren, bekam ich die letzten Vorverkaufszahlen - Reservierungen- erst eine Stunde vor Einlass. Dabei stellten wir fest, dass wir theoretisch ausverkauft waren. Nun musste festgelegt werden, ab wann nicht abgeholte Karten für die Abendkasse freigegeben werden und wie viele sichtbehinderte Plätze wir verkaufen können. Als dies geklärt war, genoss ich meinen "Veranstalterorgasmus" (O-Zitat von Veranstalter Fritz Rau, wenn ein Konzert ausverkauft ist) bei einem Bier mit Inga und ihrer Band beim Griechen. Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn, als ich die Kirche wieder betrat, herrschte dort bereits großer Trubel. Ich war den letzten eintreffenden Gästen noch dabei behilflich, freie Plätze zu finden.

Kurz nach 20 Uhr begannen Inga und ihr Trio mit ihrem tiefgründigen Programm. Inga hat ihre persönlichen Schicksalsschläge (Tod ihrer Mutter und ihres Mannes im Jahr 2001) mit ihrer CD "Easy in my soul" verarbeitet. Die Stücke "Up in your room" und "Easy in my soul" waren speziell diesen Menschen gewidmet. Trotzdem entstand keine traurige Stimmung; im Gegenteil, sie schuf eine dem Auftrittsort angemessene Atmosphäre. Ihr weiteres Repertoire war eine Mischung aus Soul, Jazz und Bluesballaden, wobei sie  eine Lebensfreude versprühte, die sich auf die Stimmung der Zuhörer übertrug. Zwischen den Songs erzählte sie uns Geschichten, z. B. weshalb sie Hamburg verlassen hat und aufs Land gezogen ist. Und als sie zur Slideguitar griff, erfuhren wir, dass Vince Weber und Abi Wallenstein bereits Besitzer eben dieser besonderen alten Gitarre waren. Inga zeigte, dass sie ihr Instrument beherrschte, ebenso wie ihre Begleiter Thomas Biller am Kontrabass und Joe Dinkelbach am Flügel. Es war ein Gänsehaut-Erlebnis, als sich zum Ende des Konzertes alle Zuhörer von ihren Plätzen erhoben und Inga mit standing ovations feierten. Klar, dass Zugaben folgten; dabei auch wieder ihr Lied "Sternenzelt". An diesem Abend hat Inga einmal mehr bewiesen, dass sie eine der besten Sängerinnen in Deutschland ist.

Der Verkauf ihrer CDs "Easy in my soul" und "London - New York - Berlin" am Ende des Konzertes zeigte die Begeisterung der Zuhörer; ihre Tonträger verkauften sich ohne Ende.