Peter Horton

Samstag, den 5. Dezemer 2015 um 20.00 Uhr in der Ulmenhofschule Kellinghusen

Karten im Vorverkauf 17,-€, und an der Abendkasse 20,-€

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Peter Horton

Peter Horton, geboren in Südmähren am 19.9.41, begann seine musikalische Laufbahn in Wien als Mitglied der Wiener Sängerknaben, mit denen er die Welt bereiste und auch regelmäßig mit den Wiener Philharmonikern, u.a. unter Herbert v. Karajan, auf der Bühne stand. Er begann mit sechs Jahren Klavier zu spielen und lernte später Klarinette am Wiener Konservatorium. Mit 16 gründete er die Band „Six Aces“. Mit 18 hatte er seine erste Bühnenshow als Sänger in der Wiener Szene bei Jazzlegende Fatty George (Fatty’s Saloon) und im Kabarett-Zentrum „Marietta“ von Gerhard Bronner. Mit neunzehn kam er als Sänger und Bassist zur österreichischen Topband „The Flamingos“. Nach drei Wanderjahren als Bandmusiker, Arrangeur und Sänger begann er ein Gesangstudium in Stuttgart.

Es folgten Liederabende mit Repertoire von Schubert über Carl Loewe bis Richard Strauß. Außerdem begannen die ersten Aufnahmen mit dem renommierten Orchester Erwin Lehn beim Süddeutschen Rundfunk.

1965 erschien Peter Hortons erste Single. Er trat 1967 beim Grand-Prix-d’Eurovision de la Chanson in Wien auf, erntete im Maracanazinho-Stadion von Rio de Janeiro beim Festival-do-cançao-popular eine Goldmedaille und den größten Publikumserfolg von 46 Nationen. Neben Hans Hass jun. trat er im selben Jahr am Theater des Westens in Berlin in „Robinson 2000“, der ersten Beatoper der Welt auf. In den folgenden Jahren bereiste er als Entertainer und Gitarrist die Welt, u.a. mit seiner One-man-Show in USA, trat in Japan, Brasilien und Chile auf.

Mit 28 setzte sich Peter Horton nochmal auf die musikalische ‚Schulbank‘ und begann in Stuttgart ein Gitarre-Studium, das ihn in der Folge auch nach Berlin, Rio de Janeiro und Cordoba lockte, wo er einen lebendigen Zugang zu ethnischen Stilen wie Samba und Flamenco suchte und fand. Durch seine pianistische Musikerfahrung konnte er sein harmonisches und rhythmisches Werkzeug auf die Gitarre übertragen, die schließlich zu seinem Hauptinstrument wurde. In den Jahren um 1968 trat er mit David Bowie in London und Malta auf und hatte beim BBC seinen ersten großen TV-Auftritt in der Roy-Castle-Show. Er spielte mit Robin Gibb von den BeeGees und bewegte sich im Freundesmilieu der Londoner Pop- und Jazzszene, wo er viele Impulse für seinen weiteren Weg aufnahm.

Sein Duo „Guitarissimo“ (1980 bis 1984) zusammen mit Stargitarrist Sigi Schwab wurde zur lebenden Legende. Ab 1985 entwickelte er kompositorisch eine neue multistilistische Klangarchitektur für Flügel und Gitarre und gründete zusammen mit der deutsch-bulgarischen Pianistin Slava Kantcheff, mit der er auch verheiratet war, das Duo „Symphonic Fingers“. Bislang spielten die beiden Künstler an die 2000 gemeinsame Konzerte. Slava Kantcheff trat auch als Co-Moderatorin mit ihm auf in der gemeinsamen ZDF-Serie „Hortons Kleine Nachtmusik“.

Peter Horton spielte als Solist mit Weltstars zusammen, z.B. auf Alben von Placido Domingo, Peter Schreier und Art van Damme, begleitete auf der Event-Bühne Opernstars der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, Wiener Staatsoper und des Bolschoi Theaters und präsentierte als Fernsehgastgeber und -Moderator viele Jahre Künstler aller Sparten und Popularitätsgrade. Mit seinen jahrelangen Sendereihen „Café in Takt“ (ARD) und „Hortons Kleine Nachtmusik“ (ZDF) schrieb er im Bereich kultivierter Unterhaltung ein Stück deutsche TV-Geschichte.

1989 verpflichtete ihn die Musikhochschule in Hamburg als Dozent. Peter Horton gab außerdem Seminare für Schulmusiker und war stets ein Förderer für auf Qualität ausgerichteten Nachwuchs.

Sein erstes Buch mit Aphorismen „die andere Saite“ veröffentlichte Peter Horton 1978. Nach 8 weiteren Büchern erschien 2001 sein zehntes unter dem Titel „Pflaumen im Apfelhimmel“ mit Kurzgeschichten und Aphorismen erschien 2001. Drei Jahre später folgten „Die zweite Saite“ und das Hörbuch „Winterflüstern“ mit seinen ungewöhnlichen Weihnachtsgeschichten. Seit 1998 bis 2002 spielte er auch drei Alben mit meditativer Musik ein.

2007 erschien seine CD „Wilde Gärten“.
2011 heißt sein Thema „Personalissimo“. Das gleichnamige neue Album ist ein klingendes Porträt des Poeten und Guitareros Peter Horton, das ihn mit ausschließlich neuen Aufnahmen seiner für ihn wichtigsten Lieder der letzten 30 Jahre nur mit Stimme und Gitarre zeigt.

Peter Hortons Kunstbegriff ist der Seele und einem höheren Menschsein verbunden. Sein Ziel ist, mit Musik und Wort ästhetische Sinnlichkeit und Lebensenergie zu fördern. „Kunst“ sagt er „muss aufbauen und erweitern; Um depressiv zu werden, braucht man keine Künstler“.

Sein ganzheitliches Unterhaltungskonzept nennt Peter Horton „Philotainment“.

 

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