Charlie Musselwhite, Vorband: The Midniters

Samstag, den 24. November 2012 um 20.00 Uhr in der Ulmenhofschule Kellinghusen

 

Karten im Vorverkauf 19,-€, und an der Abendkasse 22,-€

 

Vorband: The Midniters   -   "Kellinghuseener Blues Band mit internationalem Format"

Die Midniters präsentieren tanzbaren Blues, wie er in den 40er und 50er Jahren die Dance Halls und Clubs der Afro-Amerikaner beherrschte und junge Weiße wie Carl Perkins, Elvis Presley, Buddy Holly, und und und….. zu dem inspirierte, was als „Rock’n’Roll“ in die Geschichte einging. Swingende „Jump“ – Titel sind genauso Bestandteil des Programms wie gefühlvolle Balladen, rauer/erdiger „Chicago – Blues“, fetziger „Rock’n’Roll“ und natürlich „Boogie“.„Fifty’s Style Rootsmusik“ heißt das Zauberwort, das den Blues der 50er und 60er zum Leben erweckt, - tanzbar und authentisch.Kurz, „The Midniters“ ist die Band für alle Partys die unter dem Motto stehen:

„Let the good times roll“

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Charlie Musselwhite wurde am 31. Januar 1944 in Kosciusko, Mississippi, geboren. Er wuchs umgeben von Blues, Hillbilly und Gospelmusik im Radio und vor seinem Haus auf. Seine Familie zog nach Memphis, wo er als Teenager Gräben aushub, als Betongießer und Lieferant von schwarz gebranntem Schnaps arbeitete. Er war fasziniert vom Blues und begann, Gitarre und Harmonica zu spielen. Es war nicht leicht, als armer weißer Junge in Memphis aufzuwachsen, nicht einmal unter den großartigen musikalischen Bedingungen, welche die Stadt bot. Er kam sich wie ein Außenseiter und Fremder vor (Themen, die ihn bis heute in seiner Musik beschäftigen, beeinflussen und verfolgen). Als Teenager besuchte er von Elvis Presley veranstaltete Parties und stand mit vielen der lokalen Musiker wie Johnny Cash und Johnny Burnette auf du und du. Die Berühmtheiten, die der junge Charlie aufspürte, waren altgediente Bluesleute wie Furry Lewis, Will Shade und Gus Cannon.

Wie viele andere vor ihm zog es Musselwhite, in der Hoffnung auf besser bezahlten Jobs, nach Chicago, wo er tagsüber für einen Kammerjäger einen Lieferwagen fuhr. Charlie lebte in der South Side und hing abends in den Bluesclubs rum. Charlie entwickelte enge Freundschaften mit Bluesikonen wie zum Beispiel Little Walter, Big Walter, Sonny Boy Williamson, Big Joe Williams und Muddy Waters oder auch Howlin’ Wolf.

Es dauerte nicht lange, und er trat mit Muddy und anderen in den Clubs auf. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda machte sein Name schnell die Runde. Schon bald wurde er dafür bezahlt, in denselben Clubs der South Side zu spielen. Der renommierte Journalist Dick Shurman sagt: „Alle schwarzen Chicagoer Bluesleute mochten Charlie als Mensch. Sie fühlten, dass er einer der ihren war – ein Typ vom Lande aus dem Süden mit einer besonderen Liebe für den Blues.“

Seine ersten Aufnahmen – unter dem Namen Memphis Charlie – entstanden zusammen mit Big Walter Horton für die berühmte Vanguard Records-Serie ‘Chicago/The Blues/Today!’. Er unterschrieb einen Vertrag bei Vanguard, und so brachte Musselwhite (zusammen mit Paul Butterfield, der so städtisch war wie Charlie ländlich) die verstärkte Harmonica zu einem neuen Publikum aus jungen, weißen Rock ’n’ Rollern, die entdeckten, dass Charlie einen jener coolen und hippen Protagonisten der Gegenkultur verkörperte, die sie so sehr bewunderten.

Nach der Veröffentlichung seiner ersten kompletten LP – ‘Stand Back! Here Comes Charlie Musselwhite’s South Side Band’ – wurde er von der wachsenden jungen Gegenkultur und den soeben entstehenden Progressive Rock-Radiostationen, vor allem an der Westküste, begeistert aufgenommen.

Sein Status als Kultfigur verfestigte sich, und so zog Musselwhite nach San Francisco, wo er oft im berühmten Fillmore Auditorium auftrat. Mit den Jahren hat er Alben für eine Vielzahl von Labels produziert, von ‚klassischem‘ Blues zu Produktionen, die Elemente von Jazz, Gospel, Tex-Mex, kubanischer und anderer World Music verknüpften – und stets hat er neue Fans hinzu gewonnen. Seit vier Jahrzehnten tourt er durch die USA und ist international unterwegs und zählt heute zu den am besten bekannten und am meisten verehrten Bluesmusikern überhaupt.

Musselwhite hat bei unzähligen Aufnahmen mitgewirkt und so u.a. für Tom Waits, Eddie Vedder, Ben Harper, John Lee Hooker, Bonnie Raitt, The Blind Boys of Alabama, INXS und erst kürzlich Cyndi Lauper gearbeitet. Er hat die Bühne mit ungezählten Blues- und Rockmusikern geteilt und wurde 2010 in die ‚Blues Hall Of Fame‘ der Blues Foundation aus Memphis gewählt. Er wurde sechs Mal für einen Grammy nominiert und hat 24 Blues Music Awards gewonnen. Der San Francisco Chronicle schreibt: “Charlie Musselwhites Harmonicaspiel beweist Geschmack, Biss, Zurückhaltung und Kraft. Er ist einer der besten, und als Bluesmusiker ist er eine ehrliche Haut.“

Heute erscheint Charlie Musselwhite so lebendig und kreativ wie an irgendeinem Punkt in seiner langen Karriere. DownBeat nennt ihn den „unangefochtenen Meister der Bluesharmonica“. Neben seinem vollgepackten Terminkalender betreibt Charlie Musselwhite seine eigene, wöchentliche Radiosendung, “Charlie’s Backroom,” auf KRSH-FM in Santa Rosa Kalifornien (als Stream auf KRSH.com, montagmorgens um 7 Uhr europäischer Zeit). Er betrachtet sich selbst als jemanden, der sein Leben lang lernen wird und ständig daran arbeitet, sein handwerkliches Können zu verbessern. Musselwhites Blues vermitteln hart erarbeitetes Wissen und die Weisheit der Arbeiterklasse und bilden ein Fenster zu den tiefen Gründen seiner Mississippi-Seele. Im Jahre 2010 veröffentlichte Musselwhite ‚The Well‘ auf Alligator Records, sein bislang persönlichstes und vertraulichstes Album.

Zu Charlie Musselwhites weltweiten Fans zählen junge Jazztypen, Vietnamkriegs-Veteranen, Strafgefangene, Biker, Jazzkenner, alternde Hippies und knochenharte Bluesfans. Er ist eine überlebensgroße musikalische Legende die das schreibt und singt, was sie „Musik von Herzen“ nennt. Charlie Musselwhite zufolge „dreht sich alles ums Gefühl und darum, mit Menschen in Verbindung zu treten. Und Blues, wenn es ehrlicher Blues ist, ist voller Gefühl. Und es geht überhaupt nicht um Technik. Es geht vielmehr um Wahrheit, sich mit der Wahrheit zu verbinden und mit Leuten zu kommunizieren.“

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